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SSV Vorgeschichte und Gründung

Gewiß wurde schon vor vielen Jahrzehnten in irgendeiner Form sportähnliche Leibeserziehung in Pronsfeld betrieben. Jedoch sicher nicht in einer heute vergleichbaren Art und Weise, wo alles strengen Regeln und Organisationen unterworfen ist.

Als Vorgänger des späteren SSV gründete der damalige Pronsfelder Pfarrer Peter Bund bereits in den Zwanziger Jahren eine Fußballmannschaft, die der DJK (Deutsche Jugendkraft) angeschlossen war. Somit blickt der Ort Pronsfeld eigentlich auf eine über 80jährige Tradition im Fussballsport zurück.

 

 

Die ersten Aufnahmen der DJK - Fussballmannschaft (etwa 1923)



Hintere Reihe von links:
Gerhard Gilles, Klaus Seiberts, Toni Bischof, Matthias Elsen,Matthias Kockelmann; Mitte von links: Martin Klärs, Peter Schmitt, Kasper Kribs; vorne liegend von links: Peter Welter, Josef Schröder (Niederprüm) und Philipp Hambuch

 

Auf Privatwiesen am "Alten Weg" und "In der Geißheck" fanden die ersten Fußballspiele statt, bis schließlich Pastor Bund die pfarreigene Wiese, "den Härenpeisch", hinter dem Pfarrhaus zur Verfügung stellte. Unter Übungsleiter und Betreuer Lehrer Leyens und Josef Dorfey konnte die DJK - Mannschaft erfolgreich in der Prümer Kreisklasse spielen. Der damalige Verteidiger Peter Schmitt wurde sogar in die Kreisauswahl berufen.

 

Mitte der dreißiger Jahre mußte die DJK unter dem Nationalsozialismus dann ihren Spielbetrieb einstellen. Damit kam wie vielerorts auch in Pronsfeld der organisierte Fussballsport zum Erliegen.

 

Bereits 2 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges keimte das Vereinsleben unter erschwerten Bedingungen wieder auf. Obwohl Pronsfeld im Krieg zu 80% zerstört wurde und darüber hinaus große Verluste durch Gefallene, Vermißte und Ziviltote zu beklagen hatte, gab es Bestrebungen in der Jugend, wieder einen Sportverein zu gründen.

 

Die Gründung:  Nach mehreren Zusammenkünften der sportinteressierten Jugendlichen, zu denen sich nun auch aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrende Fußballer hinzugesellte, kam es am Dienstag, den 20. Mai 1947, im Gasthaus Hansen - heute der "Pronsfelder Hof" - zur Gründungsversammlung. Zu dieser Versammlung fanden sich 42 aktive und inaktive Sportinteressierte ein.

Nach eingehender Beratung beschlossen die "Pioniere", dem neuen Verein den Namen"Sport - und Spielverein" (SSV) zu geben. Die Gründer dokumentierten damit unmißverständlich ihren Willen, die Aktivitäten des Vereins auf einer breiten Basis aufzubauen. In der ersten Satzung waren vorgesehen: Fußball, Schach und Tischtennis, die in den späteren Jahren noch um einige Sportarten ergänzt werden sollte. Neben dem Fußball wurde auch viele Jahre Schach und Tischtennis gespielt.

Als von allen zuständigen Stellen, Pronsfeld gehörte damals zur französischen Besatzungszone, endlich die Genehmigung zur Aktivierung des Vereinslebens gegeben wurde, konnte mit der Aufbauarbeit begonnen werden.

Die ersten Trainings - und Freundschaftsspiele - es gab noch keine überörtliche Dachorganisation - fanden auf einer Privatwiese "In der Geißhecke" statt, auf der auch schon der Schulsport während des 2. Weltkrieges abgehalten wurde. Dieses Grundstück war aber für die Anlage eines vorgeschriebenen Spielfeldes zu klein. So konzentrierte sich schon bald das Interesse auf das heutige Spielfeld "In der Laach".

 

Nach der Währungsreform (20.06.1948) begann der große Wiederaufbau in der Gemeinde und ließ sich dann vieles verwirklichen, es gab neue Perspektiven sowohl im zivilen wie auch im Vereinsleben.

Der inzwischen gegründete "Fußballverband Rheinland", mit Sitz in Koblenz, bewilligte dem SSV aufgrund eines Hilfsantrages schließlich Mittel aus Totogeldern. Mit diesem Geld konnte dann endlich das Gründstück "In der Laach" für 800 DM gekauft werden. Dem Wunsch des SSV - Vorstandes, die Zivilgemeinde Pronsfeld sollte als Grundstückseigentümer auftreten, wurde von der damaligen Gemeindeverwaltung nicht ensprochen, obwohl der Kaufpreis durch die bewilligten Mittel ja abgesichert war.

Die Gemeindevertreter befürchteten  durch die Übernahme des Sportplatzes eine nicht zu verkraftende finanzielle Belastung infolge der Unterhaltung.

So übernahm dann der Amtsbürgermeister und Schriftführer Martin Schmitz, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Schulverbandes Pronsfeld, das Eigentum und die Trägerschaft. Hierbei hat sich der Schulverband notariell verpflichtet, folgende Eintragung in das Grundbuch zu gestatten:

"Der Sportplatz dient der körperlichen Ertüchtigung der Dorfjugend und kann nicht verpachtet, veräußert und nicht dinglich belastet werden; Nutznießer ist der jeweilige organisierte Sportverein."

 

Nahezu zwei Jahrzehnte später zeigten die Kommunalverwaltungen schließlich nach und nach mehr Interesse für die sporttreibende Jugend und stellten die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung. Im Jahre 1969 war dann die Zivilgemeinde Pronsfeld bereit, den Sportplatz endgültig zu übernehmen und durch Zuerwerb der notwendigen Grundstücksfläche ein Spielfeld mit Mindestmaßen sowie Umkleide - und Duschräume zu schaffen.

Seit mehr als 40 Jahren wird also der heutige Sportplatz mehrmals wöchentlich von der fußballspielenden Jugend, den Senioren und alten Herren zum Training und zur Spielaustragung benutzt. Aufgrund der fehlenden direkten Wegeverbindung zu Turnhalle und zur Grundschule beschränkt sich die Nutzung durch die Schulkinder lediglich auf einige wenige Tage im Sommer zu den Bundesjugendspielen.

Der Sportplatz, der über all die Jahre sowohl bei guter als auch bei nasser Witterung bespielt wurde, zeigte nunmehr mehr als nur Abnutzungserscheinungen. Daher wurde auf Bitten des SSV der Sportplatz neu gebaut. 

Die Erneuerung des Sportplatzes wurde 1999 unter der Regie des damaligen Vorsitzenden Robert Waxweiler fertig gestellt. Darauf folgte der Neubau des Sportplatzgebäudes 2002, sowie die Fertigstellung neuer Umkleide - und Duschräume im Jahre 2008 unter der Leitung des aktuellen Vorsitzenden Erwin Kill.

 

 

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 (am)